Christoph Frutiger
Praxis für Psychotherapie
Im Junkholz 40
4303 Kaiseraugst
Tel: 079 294 98 05
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Gerade in diesen Zeiten ist es besonders wichtig, zu sich selbst zu schauen!
bei einem Marathon müssen die Kräfte eingeteilt werden. Bei einer Mehrtägigen Wanderung braucht es Pausen. Niemand kann die volle Leistung über mehrere Wochen aufrechterhalten ohne sich Pausen und Erholung zu gönnen.

Niemand weiss im Moment wie lange der Corona-Marathon gehen wird. Deshalb macht es Sinn, jetzt schon die eigenen Kräfte einzuteilen und sich durch regelmässige Pausen fit und leistungsfähig zu halten.

Hier ein paar Ideen aus psychologischer Sicht, wie wir auch in diesen Zeiten zu uns schauen können. Plan dir täglich (und zwar gerade auch während der Arbeit) ein paar kurze Einheiten ein. Es muss nich lange sein. Manchmal reichen ein paar Sekunden oder wenige Minuten.

 Abstand bekommen

Wichtig dabei ist, dass du so gut es geht ausklinken kannst, dass du nicht erreichbar bist für diese paar Minuten und dass du an einen andren Ort gehst, der nicht an deinem Arbeitsplatz ist.


An die Grundbedürfnisse denken

Oft vergessen wir in stressigen Arbeitssituationen die einfachsten Grundbedürfnisse. Diese stellt der Körper gerne zurück, wenn er uns damit helfen kann, dass wir alles bewältigen können. Trotdem ist es, gerade in längeren Schichten, wichtig, dass wir irgendwann diese Grundbedürfnisse auch wieder befriedigen. Das hilft uns auch, gesund und leistungsfähig zu bleiben.


Sich selber eine Massage gönnen

Unser Körper sendet laufend Signale ans Gehirn. Durch diese Signale werden unter anderem Sympatikus und Parasympatikus gesteuert. Das gibt uns die Möglichkeit, über kurze Massagen den Körper zu entspannen und den Parasympatikus mehr zu aktivieren.

 

Gute Interaktionen

Der Mensch ist ein Interaktions-Wesen. Unser Organismus Regelt sich unter anderem über Interaktionen. So führen angenehme Interaktionen zu einer Beruhigung und zu einer Aktivierung des Parasympatikus. Die aktuelle Situation erschwert dies massiv. Deshalb ist es im Moment besonders wichtig, Interaktionen aktiv zu leben, auch wenn dies mit Abstand und Mundschutz ist.

 

Momente der Ruhe

Gerade da, wo wir überhaupt keine Zeit verlieren dürfen, ist es wichtig, immer wieder zur Ruhe zu kommen und sich kleine Ruheinseln einzubauen. Dies habe ich zum ersten Mal in der Feuerwehr im Atemschutz gelernt. Noch im brennenden Haus wird alle paar Minuten inne gehalten, durchgeatmet im Team gefragt, wies jedem geht - und dann weiter gearbeitet.

 

Den Körper aktivieren

Gerade Menschen die sich bei der Arbeit wenig bewegen können durch kurze körperliche Aktivitäten wieder Energie tanken und den Organismus anregen und ausgleichen.

 

Der Seele Luft machen

Gerade wenn wir viel schlimmes, bedrückendes oder beängstigendes erleben, ist es wichtig, sich seelisch davon wieder etwas zu befreien. Am besten geht das im Austausch mit anderen. Vielen hilft es auch schon, sich selbst etwas zu erzählen oder eifach etwas aufzuschreiben.